Louise heißt jetzt Lulu

 

 

 

Liebes Team der Hundehilfe!

 

Das Jahr war wunderschön und Lulu hat eine wunderbare Zeit gehabt. Es war viel los, mit Besuch und Geburtstagen und Hundefreunden - aber auch Ruhe im Garten und viel Sonnenschein. Wir waren wieder im Mökki im Sommer und sogar einmal im Herbst und ausser Schwimmen macht Lulu alles problemlos mit. Sogar Bootfahren! Wie eine Gallionsfigur steht sie am Bug...  Autofahren macht sie nervös, wer weiß, woran sie sich erinnert. Aber das versuchen wir zu vermeiden. Sie läuft viel herum und trifft gerne neue Hunde. 

Ihr geht es sehr sehr gut, auch gesundheitlich alles OK (ausser einer kleinen Entzündung an einer der Duftdrüsen, ist aber schon überstanden, wurde gleich von unserer Tierärztin gut behandelt) - und sie genießt es hoffentlich bei uns so wie wir es mit ihr genießen. Sie ist eine wunderschöne Bereicherung in unserem Leben!

 

Anbei einige von den hunderten Fotos, die wir inzwischen gemacht haben :-)

 

Ansonsten ganz herzliche Grüße und  Ihnen eine wunderschöne Weihnachtszeit und schöne Adventstage, 

 

Ihre 

 

 

 

 

Lulu
kuscheln
das Hundebett ist gerade gross genug
unser Sofa ist bequem
schön kuschelig
komm wir spielen
wir halten zusammen

 

 

 

 

Liebe Frau D., liebe Hundehilfe, 

 

Lulu hat ihren ersten Sommer in Finnland erlebt!

 

Wir haben Wälder, Parks, Seen und Naturreservate besucht und viel Spaß gehabt.

 

Und dann natürlich unsere Zeit im Mökki - der finnischen Landstelle in den tiefen Wäldern, umgeben von ... Mücken, Wasser, Bäumen... Mücken,  Beeren... Mücken... und irgendwann nach ein paar hunderten von Metern vielleicht einem Nachbar-Häuschen...

 

Lulu hat viel Spaß gehabt, die Hunde sind unglaublich viel gelaufen, haben geschnüffelt und alles erkundet.

 

Lulu hat uns mächtig unterhalten - sie hat uns ein Fisch-Gebiß aufgestöbert und eine halbe Ratte, die sie uns liebevoll gebracht hat. SO stolz!!!

Wir wussten nicht, ob wir schimpfen oder uns tierisch freuen sollten.. am Ende hat die Liebe zu Lulu gesiegt...

 

Lulu ist (noch) nicht geschwommen (wie unser Schäferhund Cloudi), aber hat sich dafür ins Boot getraut  - wie eine Gallions-Figur hat sie vorne Ausschau gehalten... nach feindlichen Schiffen, oder so. 

 

Es gab viel zu futtern, entdecken, erstöbern - auch in die finnische Sauna hat sie mal reingeschnüffelt.. Das Holz roch gut - aber es war viel zu heiß.

 

Es hat ihr alles unglaublich gut gefallen, sie hat geschlafen wie ein Baby.

 

Anbei viele Fotos - bitte suchen Sie die Schönsten aus!

 

Ganz liebe Grüße und ein herzliches "Wuff" - 

 

Lily, Yvonne, Marco, Lulu und Cloudi

Anfahrt per Auto
schmusig
ich will spielen
gib schon her
am See
Lulu traut sich nicht ins Wasser
aber sie kann gut hinterher jagen
ausruhen nach einem Bad
ausruhen in der Sonne
über den Steg flitzen
und flitzen
Blick auf den See
Finnische Nächte

Der perfekte Zweithund

 

Der Satz fiel uns sofort ins Auge. „Louise ist der perfekte Zweithund“...

Wir dachten schon seit längerem an einen Kumpanen für unseren Cloud, einen Weißen Schweizer Schäferhund. Von Anfang an wollten wir zu unserem Rassehund einen Rescue-Hund dazunehmen. Warum noch einmal eine reine Rasse, wenn wir einen Hund vor einem schlimmen Schicksal retten konnten. Vertraut mit der Arbeit der Tierretter und Vereine, wussten wir, wie lebenswichtig dies war.

Was die Sache erschwerte: Inzwischen wohnten wir nicht mehr in Deutschland, sondern waren nach Finnland ausgewandert. Hier gab es kaum solche Vereine, wenige Tierheime (es werden wenige Hunde ausgesetzt). Wir durchforsteten also das Internet, telefonierten, schrieben eMails. Die Angebote waren vielfältig – aber man konnte bereits mit einem Blick die Spreu vom Weizen trennen. Das war extrem wichtig, denn bei einigen Telefonaten sträubten sich uns die Nackenhaare („... ach, wenn Sie hier sind, können Sie den Hund gleich mitnehmen, das passt schon... wir können Ihnen ja auch nur vor den Kopf gucken... Das geht alles sehr schnell..“) Das kam uns schon sehr merkwürdig vor.

Dann stießen wir auf die Seite der Hundehilfe Nahe-Saar. Wir nahmen Kontakt auf und der erste Eindruck bestätigte sich sofort: Alles so professionell, gleichzeitig liebenswürdig und freundlich, aber immer aufmerksam hinterfragend, immer interessiert an uns und unseren Umständen... wo und wie würde das neue Familienmitglied bei uns leben... wie einen Transport von DE nach FI organisieren... wie alles streßfrei gestalten.... Fragen über Fragen – auf beiden Seiten J

Besonders ein Hund fiel uns sofort auf: Louise, Labrador-Mischling, klein, schwarz, wunderschön. Die Beschreibung, die folgte, passte haargenau. Auch zu Cloud, denn die Zwei mussten ja miteinander auskommen. Wir gingen alles durch, machten uns Gedanken über Temperament, Größe, Bedürfnisse. Würden ein kleiner, schwarzer Wusel und ein großer Schäferhund passen? Wie die Spaziergänge gestalten? War der Garten sicher, auch für einen kleinen Hund? Als alles abgehakt war, stand die Entscheidung für uns fest.

Als wir uns alle bereits kurze Zeit später in Deutschland trafen, wurden wir herzlichst empfangen. Es hätte nicht schöner sein können! Alle Infos wurden ausgetauscht. Wir waren voller Vorfreude und gleichzeitig mächtig nervös. Wir kamen ohne Cloud, er wartete in Finnland auf uns. Als wir Louise abholten, machte unser Herz einen Hüpfer – sie war noch schöner als auf den Fotos und sah uns erwartungsvoll an. Wir hielten sie die Autofahrt über auf dem Schoß, sie fiel von einem erschöpften Schlaf in den nächsten. Zwischendurch leckte sie uns die Hände. Auch Louise spürte, dass sich alles veränderte.

Dann ging es am nächsten Tag mit dem Flieger zurück nach Finnland. Wir hatten Louise in der Kabine angemeldet, Cargo kam für uns nicht in Frage. Es war auch so schon stressig genug, warum sollte sie in den kalten Frachtraum? Sie wog mit Tasche exakt das zugelassene Gewicht - wir schwitzten, ob sie uns so in die Kabine lassen und wie der Flug für Louise werden würde .... Eine neue Erfahrung für alle Beteiligten! Wir hätten uns alle Sorgen sparen können: Louise schaute ab uns zu aus der weichen Tasche, ansonsten machte sie es sich auf der kuscheligen Unterlage gemütlich – und verschlief den gesamten Flug. Und das ohne Medikamente oder irgendwelche Zusätze.

Wir erreichten unser Haus in Espoo. Nun kam es auf die Wurst an – wir machten Louise mit Cloud bekannt. Die beiden hätten nicht verwunderter schauen können – da war ja noch ein anderer Hund! Es wurde beschnüffelt, bestupst und geleckt. Anfangs machte sich Lulu, wie wir sie bereits nach kurzer Zeit nur noch nannten, klein und unterwürfig. Aber in den nächsten Tagen lernte sie, ihre Frau zu stehen und dem großen Plüschbär auf den Kopf zu klettern (wörtlich), ihm beim Spielen in seine Schwachstelle (die Hinterbeine) zu zwicken und überhaupt gehörig an ihm herumzukauen.

Inzwischen hat sie sich völlig eingewöhnt. Der lange Winter, Schnee und Kälte machen ihr nichts aus. Ohnehin jagt sie jetzt Schmetterlingen und Frühlingskäfern hinterher. Cloud und Lulu verstehen sich prima. Die Zwei können kaum noch ohne einander sein. Wenn Cloud für eine Stunde in die Hundeschule verschwindet, wartet Lulu sehnsüchtig auf ihn, schaut aus dem Fenster und jault ab und zu nach ihrem Gefährten. Wenn Lulu zu ihrem persönlichen Spaziergang (die Zwei gehen auch zusammen) antritt, wartet Cloudi an der Tür, bis sie endlich zurückkommt. Wenn gekocht wird, ist man sich aber einig, dass die Küche der einzig mögliche Aufenthaltsort im gesamten Haus ist – auch die Blicke ähneln sich unabgesprochen...

Es stimmte also – der perfekte Zweithund. Wobei Lulu in unseren Herzen ihren eigenen, persönlichen Sonderplatz innehält.

Danke, liebe Hundehilfe Nahe-Saar!

Ihre Lily, Yvonne und Marco