Katie

 

 

 

Hallo Frau D.,

ich wollte mich mal wieder bei Ihnen melden um Ihnen einige Fotos von Katie zu schicken.

Wir haben den Sommer mit Katie gut verbracht. Leider konnten wir sie nicht mit in den Urlaub nehmen, da wir diesen Urlaub schon gebucht hatten bevor wir die Katie adoptiert hatten. Sie war aber gut versorgt, denn unser Sohn war bei ihr zu Hause. Im August sind wir dann noch ein paar Tage zu einer Freundin in den Schwarzwald gefahren, wo wir sie mitnehmen konnten. Sie war sehr brav im Auto und wir konnten sie auch überall mit nehmen, ins Restaurant und sonst auch überall.

In der Hundeschule ist sie auch sehr gelehrig. Was ich ihr allerdings noch nicht ganz abgewöhnen konnte, ist das Ziehen an der Leine beim Spazierengehen, das müssen wir noch üben.

Nachdem Katie Ende Juni läufig geworden war und dies fast 4 Wochen angedauert hat, konnten wir sie erst Anfang Oktober zum Sterilisieren zur Tierärztin bringen. Am 2. Oktober war es dann soweit. Morgens hab ich sie gebracht und am Nachmittag konnte ich sie schon abholen. Sie hat alles gut überstanden und vorgestern sind die Fäden entfernt worden. Es ist so schön verheilt, dass man fast nichts sieht und die Tierärztin gesagt hat, dass später wahrscheinlich nicht mal eine Narbe zu sehen ist.

Wir sind sehr froh, dass wir die Katie haben.

 

 

 

 

Liebes Team der Hundehilfe,

wir möchten uns noch einmal ganz herzlich bei Ihnen allen bedanken, dass Sie uns einen so tollen Hund vermittelt haben. Wie wir Ihnen bereits gesagt haben: wir haben uns sofort beim Anblick des Fotos im Internet in den treuen Blick von Katie verliebt. Als wir die Katie dann bei Ihnen zu Hause zum ersten Mal gesehen haben wars ganz um uns geschehen. So eine liebe, stürmische Hündin, die muss man doch ins Herz schließen und man kann nicht begreifen wie Menschen es fertig bringen solche Tiere auf der Straße auszusetzen.

 

So und nun möchte die Katie aber selbst auch noch erzählen wie es ihr bei uns geht und was sie schon alles erlebt hat.

Also: Nachdem meine neue Familie mich abgeholt hat und im Auto auf dem Rücksitz mit dem Sicherheitsgurt gut gesichert hat und mein neues Frauchen sich zu mir gesetzt hat, habe ich es mir ganz gemütlich gemacht und erst mal fast den ganzen Weg geschlafen.

In meinem neuen Zuhause in Luxemburg angekommen bin ich dann erst mal auf Erkundungstour gegangen. Ich musste mir ja alles ganz genau ansehen: mein Haus, mein Körbchen, das Wohnzimmer, die Küche, die Schlafzimmer und vor allem den Garten, der ist zwar klein aber dort kann ich trotzdem spielen.

Am ersten Abend war ich froh, dass meine neue Familie mein Körbchen ganz nahe an ihr Bett gestellt hat, da brauche ich keine Angst zu haben, denn ich bin in der Nacht ja nicht alleine.

Inzwischen kann ich gut alleine bleiben, wenn mein Frauchen zur Arbeit geht mache ich es mir gemütlich.


Ich bin auch ganz versessen auf alles was aus Papier ist :

  • Tageszeitungen : da bin ich nicht immer einer Meinung mit dem was da drin steht
  • TV Programmzeitschriften : meine Leute müssen doch nicht immer fernsehen !
  • Papiertaschentücher, neu oder gebraucht, das ist mir egal
  • Toilettenpapierrollen : da muss man doch kontrollieren wie viele Meter da drauf sind

Unser Garten ist ganz interessant: Dort gibt es einen kleinen Teich und da schmeckt das Wasser viel besser als das aus meinem Napf. Jedes Mal wenn ich in den Garten kann, laufe ich sofort, bevor mein Frauchen es sieht, hin und trinke daraus. Da drin schwimmen aber so komische weiße und orangefarbene Dinge und weil ich ja so neugierig bin habe ich mir mal so ein Ding herausgefischt und es auf den Rasen gelegt. Mein Frauchen kam sofort angelaufen und hat es mir weg genommen bevor ich genauere Untersuchungen anstellen konnte, schade. Ich glaube sie war gar nicht froh über meinen Fang, denn jetzt sagt sie mir immer: Nein Katie, du darfst keine Fische fangen!

Letzte Woche hat mein Frauchen ein neues Spiel angefangen, sie versteckt mein Essen in einem Ball. Sie hat mir nur einmal gezeigt was ich machen muss um trotzdem daran zu kommen. Ich brauch ihn nur zu rollen und schon kommen die Kroketten heraus gefallen. Das macht Spaß, blöd ist nur wenn der Ball unter's Sofa rollt und ich nicht dran komme, dann brauche ich trotzdem ihre Hilfe. Ich habe aber auch noch andere Spielsachen geschenkt bekommen : einen Löwen, eine Gans, ein paar Bälle. Abends wenn meine Familie von der Arbeit nach Hause kommt, gehen wir meistens in den Wald spazieren und da gibt es eine Lichtung wo wir immer mit einem Ball spielen können. Dort kann ich dann nach Lust und Laune herum rennen. Manchmal sind auch noch andere Hunde da, dann spiele ich mit denen und renne mit ihnen um die Wette, aber meistens geben die schon schneller auf, denn ich bin die Schnellste von ihnen.

Sonntag morgens ist Welpenschule angesagt. Zuerst können wir etwas spielen und laufen, danach sollen wir lernen « Sitz » und « Platz » zu machen. Das klappt auch einigermaßen. Nur das « Bleib » und « Bei Fuß » gehen, darauf hab ich keine Lust, da ist alles andere was herum fliegt oder rennt viel interessanter, auch wenn's mehr Leckerli's gibt, wenn ich etwas richtig mache.

Wie ihr seht : Mir geht es gut und ich liebe meine Familie sehr und ich glaube, dass meine Familie mich auch sehr lieb hat, denn wir schmusen sehr viel miteinander und sie sagen mir auch immer, dass ich ein liebes Mädchen wäre.

Ich wünschte alle meine Hundefreunde aus Ungarn hätten so ein schönes Zuhause wie ich es gefunden habe.