Motte und Moby heißen jetzt Maja und Willi

Ankunft: Mutter und Kind
in der Pflegestelle

Motte und Moby heißen nun Maja und Willi


Hallo liebes Hundehilfe-Team,
wir möchten uns nach 9 Wochen Eingewöhnung melden. Wir haben gehört, dass die Zwerge wohl den ein oder anderen Fan haben.
Wenn wir an die ersten Tage denken, bin ich froh für die beiden, dass sie hinter uns liegen. Die Aufregung hätten wir ihnen gerne genommen bzw. erspart.

Der erste Abend. Maja wollte wieder in Eifel.

Gerade Maja hatte wohl viel Stress, weil sie auf ihren Willi aufpassen muss. Willi hingegen war recht entspannt, ließ sich jedoch nicht gerne das Geschirr anziehen.
Bisher haben sie sich gut eingelebt und wir haben uns gut aneinander gewöhnt. Wir haben von Beginn an viel Wert auf eine Routine und feste Rituale gelegt. Das hat ihnen recht schnell Sicherheit verschafft. Da wir ländlich wohnen, ich jedoch in der Stadt arbeite, mussten sie sich auch an die Stadt gewöhnen weil sie eine Zeitlang mit zur Arbeit müssen. Aber beide sind total unerschrocken was Geräusche und Menschen angeht. Kehrmaschinen, Rüttelplatten, Straßenbahn, Trommler bzw. Musiker nehmen sie ganz gelassen hin. Wir werden sehr oft angesprochen und beide lassen sich gerne streicheln. Auf Kinder reagieren beide jedoch schreckhaft und mögen ihre Anwesenheit nicht so. Maja verzieht sich, Willi bellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kleine Pausen bei der Arbeit.

Willi hätte auch gut Belli genannt werden können. Er bellt viel aus Angst. Er fürchtet sich wahnsinnig vor anderen Hunden. Vielleicht ist es aber auch eine Kombination aus Pubertät und fehlender Prägung. Nach einer gewissen Zeit hört er irgendwann auf und akzeptiert die Anwesenheit anderer Hunde. Leider helfen uneinsichtige Hundehalter die ihre Hunde frei laufen lassen, in diesem Punkt nicht weiter. Wir mussten schon ein paar unangenehme Erfahrungen sammeln, die Willis Angst leider immer wieder bestätigen. Maja hat schnell verstanden, dass sie an der Leine sicher ist und bellt nicht mehr. Wir arbeiten daran, dass es Willi hoffentlich auch bald klar ist. Beide gehen wöchentlich in die Hundeschule in die Kleinhundegruppe und sind schon für einen Waldkurs angemeldet, da gerade bei Maja ein ausgeprägter Jagdtrieb vorhanden ist.
Beide sind sehr sensibel und verstehen schnell. Das macht wirklich Freude zu sehen wie beide dazulernen und auch Spaß an den Übungen haben. Auch die Regeln im Haus waren ohne Probleme vermittelt und angenommen.
Auch an unsere Ziegen haben sich beide mittlerweile gewöhnt. Umgekehrt besteht da allerdings weiterhin Skepsis.
Das Alleinebleiben trainieren wir noch, da Maja sich noch nicht gut entspannen kann. Aber vielleicht wird das mit der Zeit besser, wenn sie merkt, dass sie bei uns zuhause ist. Das Auto bereitet ihr ebenfalls Stress. Sie mag nicht einsteigen und beim Aussteigen zittert sie auch. Auf dem Boden ist dann wieder alles gut. Das anfängliche Speicheln ist jedoch schon verschwunden, weshalb wir davon ausgehen, dass ihr zumindest nicht mehr schlecht wird.
Die beiden sind uns sehr ans Herz gewachsen! Die beiden Herzensbrecher hatten uns mit dem ersten Foto das wir gesehen hatten, schon überzeugt. Alles andere war reine Formsache.
Mit dem ersten Wecker-Ton sind beide morgens direkt auf den Beinen und wollen uns auf-uns-rumspringend zum Aufstehen motivieren. Da kann morgens gar keine schlechte Laune aufkommen. Wenn jedoch die Snooze-Taste gedrückt wird, sind beide auch gerne bereit noch eine Runde zu schlafen.
Maja ist eine sehr liebe und kluge Hundedame. Sehr verschmust, charmant, anhänglich und man könnte meinen, sie ist dankbar. Vielleicht interpretiert sich der Mensch hier auch zu viel rein. Wir empfinden es jedoch so. Sie weiß genau wie sie auf Menschen wirkt und versteht es das gezielt einzusetzen.

Willi ist ein kleiner, sehr lieber Tollpatsch. Er ist verschmust und anhänglich. Er kann einen ganz bezaubernden Katzenbuckel machen und gleichzeitig mit dem Schwänzchen wedeln. Zum Reinbeißen, der kleine Charmeur! Er hat noch viel Unsinn im Kopf, der uns aber eigentlich immer nur zum Lachen bringt. Die beiden hätten noch das Erste anzustellen (abgesehen von einer durchbissenen Biothane Leine und einem Ladekabel)

Willi

Den beiden beim Spielen und Toben zu zusehen ist besonders schön. Kein Teppich bleibt liegen, kein Maulwurfshügel ist sicher. Wir müssen täglich sehr, sehr viel über beide lachen! Wenn man ihre bisherige Reise bedenkt, können wir uns immer wieder nur wundern, dass beide trotzdem so mutig und auch offen für neue Situationen sind.
Unser Respekt gilt den vielen Freiwilligen die sich beim Tierschutz engagieren und solche Vermittlungen ermöglichen. Wir haben den Verein schon sehr oft weiterempfohlen. Besonderen Dank an Pflegemama Frau M. die sich so super um die beiden Mäuse gekümmert hat und uns nach wie vor bei Fragen weiterhilft und sich immer mit uns über Fotos und Videos der Zwerge freut.
Vielen Dank Ihnen alle!